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im Herbst 2017 und Frühjahr 2018
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I. Akt: Erst fühlen, dann handeln

Theaterworkshop der Reihe "Die Zukunft wird verspielt..." vom 24. bis 26. November 2017
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Auf der Suche nach der Tiefe und Weite der großen Transformation

Jahreswendetreffen vom 28. Dezember 2017 bis 1. Januar 2018 auf Burg Bodenstein
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II. Akt: Die Welt bewegen

Theaterworkshop der Reihe "Die Zukunft wird verspielt..." am 23.-25. Februar 2018
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Werden Sie Erd-Charta-BotschafterIn!

Nächste Erd-Charta MultiplikatorInnen Ausbildung im Frühjahr 2018
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III. Akt: Licht ins Dunkel bringen

Theaterworkshop der Reihe "Die Zukunft wird verspielt..." am 20.-22. April 2018
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Gewaltfreier Umgang mit Rassismus und Rechtsextremismus

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Menschenkette am 26. August 2017 am Tagebau Hambach bei Köln
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Die Erd-Charta auf der Rio + 20 Konferenz

Im Juni 2012 fand in Rio de Janeiro, Brasilien, die United Nations Conference on Sustainable Development – kurz Rio+20 – statt. Zwanzig Jahre nach dem Erdgipfel von Rio im Jahr 1992, wurde ein weiteres Mal die Aufmerksamkeit der Welt auf die Doppelkrise von Umwelt und Entwicklung gelenkt. Michael Slaby, langjähriger Mitarbeiter der Ökumenischen Initiative Eine Welt nahm als Vertreter der internationalen Erd-Charta Initiative an der Konferenz und dem parallel stattfindenden Alternativgipfel teil.

Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Ergebnisse, Hintergründe und Analysen der Konferenz.

Die Ergebnisse der Rio + 20 Konferenz

Die größte UN Konferenz aller Zeiten sollte auf der „höchstmöglichen politischen Ebene“ stattfinden.  Schwerpunktthemen waren die „grüne Wirtschaft im Kontex von nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung“ sowie der institutionelle Rahmen für Nachhaltige Entwicklung“. Allerdings wurde schon in der Vorbereitung der Konferenz deutlich, dass eklatante Interessensgegensätze zwischen Industrie- und Entwicklungsländern einen Erfolg der Konferenz verhindern würden. Deshalb waren viele Staats- und Regierungschefs gar nicht erst angereist.

 

Aus Sicht der Erd-Charta Initiative ist das Ergebnis der Konferenz enttäuschend: Über ein Jahr lang hatten hunderte von Organisationen wie der Ökumensiche Rat der Kirchen und Erd-Charta International dafür gekämpft, dass das Abschlussdokument mit einer Präambel beginnt, die sich zu weltweit geteilten Grundwerten bekennt, ein klares ethisches Fundament hat und die Überwindung von Armut und Umweltzerstörung als eine moralische Verpflichtung gegenüber zukünftigen Generationen bezeichnet.

 

Herausgekommen ist etwas anderes. Wieder einmal hat die internationale Staatengemeinschaft nur den kleinsten gemeinsamen Nenner gesucht. Im ganzen 60 Seiten umfassenden Abschlusspapier „Die Zukunft, die wir wollen“ werden viele Themen angesprochen, die meisten dringend nötigen Entscheidungen jedoch auf spätere Verhandlungen vertagt. Einen Bezug auf die planetarischen Grenzen, in denen ein „grünes“ Wirtschaften erfolgen muss, sucht man vergebens.

 

Für eine lange Zeit hatten die Russische Föderation, Jordanien und einige andere Staaten eine positive Erwähnung der Erd-Charta im Abschlussdokument verteidigen können. Im geänderten Entwurf der Erklärung, den die brasilianische Regierung als neues, weichgespültes Konsenspapier kurz vor Beginn der offiziellen Verhandlungen der Staats- und Regierungschefs vorstellte, war diese Erwähnung jedoch nicht mehr enthalten.

 

Allerdings heißt es in Punkt 40:

„Wir fordern ganzheitliche und integrierte Ansätze für eine nachhaltige Entwicklung, die der Menschheit den Weg zu einem Leben in Harmonie mit der Natur weisen und in Maßnahmen zur Wiederherstellung der Gesundheit und Unversehrtheit des Ökosystems der Erde münden werden.“

Es ist offensichtlich, dass die Erd-Charta für diese Passage Pate gestanden hat. Geradezu ironisch ist die jedoch die Formulierung, dass die Regierungen ganzheitliche Ansätze „fordern“ – wer fordert hier was von wem? Eigentlich müsste es der internationalen Erd-Charta Initiative ein Leichtes sein, auf diese „Forderung“ der Regierungen einzugehen.

Hier ein Überblick über die wichtigsten Ergebnisse der Rio + 20 Konferenz:

Erd-Charta Kommissionär Dr. Richard Clugston, Koordinator der internationalen Initiative "Ethik für Nachhaltigen Entwicklung" kommentiert:

Um ein Scheitern zu verhindern, hat die Rio + 20 Konferenz viele wichtige globale Themen in eine Dose gepackt und diese Dose einige Meter die Straße heruntergetreten. In den nächsten Jahren ist es die Aufgabe der UN Generalversammlung, die Themenliste der Rio + 20 Konferenz abzuarbeiten. Die meisten dieser Themen fließen in den Prozess ein, die weltweite "post-2015" Entwicklungsagenda auszugestalten. Jetzt müssen wir uns darum bemühen, unsere Themen und Anliegen in diesen Dialogprozess für eine weltweite Entwicklungsagenda einzubrigen.“

Die offizielle deutsche Übersetzung des Abschlusspapiers ist hier zu finden.

 

 

 

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