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Afghanistan ist nicht sicher

Protest-Aktion von PRO ASYL

Über 1.600 Tote und mehr als 3.500 Verletzte unter der afghanischen Zivilbevölkerung im ersten Halbjahr 2016 sprechen eine deutliche Sprache: Afghanistan ist kein sicheres Land! Nicht für die Menschen, die dort leben, und erst recht nicht für Asylsuchende, die dorthin abgeschoben werden sollen.

Afghanische Flüchtlinge müssen in Deutschland und anderen EU-Staaten weiterhin Aufnahme finden und Schutz erhalten!

Im Einzelnen fordert Pro Asyl:

  • keine Abschiebungen nach Afghanistan
  • Flüchtlingen aus Afghanistan ist ein sicherer Aufenthaltsstatus mit dem Recht auf Familiennachzug zu gewähren
  • Afghanischen Asylsuchenden ist der Zugang zu Integrations- und Sprachkursen – auch während des laufenden Asylverfahrens – zu gewährleisten.
  • Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge soll angewiesen werden, keine Widerrufsverfahren der Asyl- und Flüchtlingsanerkennungen sowie des subsidiären Schutzes unter Hinweis auf angeblich sichere Regionen („interne Fluchtalternative“) oder eine angeblich zum Positiven veränderte Sicherheitslage einzuleiten.
  • Angesichts der sich weiter verschärfenden Sicherheitssituation muss die Bundesregierung dafür Sorge tragen, dass die Aufnahmeverfahren für (ehemalige) afghanische Ortskräfte der Bundeswehr, der Nichtregierungsorganisationen und anderer mit größtmöglicher Beschleunigung durchgeführt werden.

Zur Mailaktion von ProAsyl: https://www.proasyl.de/thema/unsicheres-afghanistan/#topic-content

Arasch A. wurde nach Angaben von pro Asyl nach Afghanistan abgeschoben. Er lebte 6 Jahre in Nürnberg und hatte bereits einen Ausbildungsvertrag als Karosseriebauer in der Tasche gehabt. Seine Freundin sei im dritten Monat schwanger, berichtete er. Im Januar wurde Arasch nach Kabul abgeschoben.
Hier können Sie nachlesen, welche weiteren Menschen bislang abgeschoben wurden:
https://www.proasyl.de/news/jeden-monat-ein-flieger-in-die-unsicherheit/

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