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März 2012

Solidarische Landwirtschaft – sich die Ernte teilen!

Die globale industrielle Landwirtschaft zerstört seit Jahrzehnten weltweit Böden, Wasserkreisläufe, Biodiversität, soziale Netzwerke und kleinbäuerliche regionale Versorgungssysteme (und widerspricht damit den Prinzipien der Erd-Charta). Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, stehen meist nur vor der Entscheidung entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten. Denn ihre Existenz hängt von Subventionen und den Markt- bzw. Weltmarktpreisen ab. Auf beide Faktoren haben sie keinen Einfluss. Häufig werden sie gezwungen über ihre persönliche Belastungsgrenze sowie die von Boden und Tieren zu gehen oder ganz aus der Landwirtschaft auszusteigen. Auch der ökologische Landbau ist von diesem Mechanismus nicht ausgenommen.

Deshalb fragen sich viele Menschen, wie eine verantwortungsvolle, lebensspendende Landwirtschaft aussehen kann, die soziale und ökologische Gesundheit sicherstellt? Welche Alternativen vor Ort haben wir als VerbraucherInnen um aus diesem zerstörerischen System auszubrechen? In diesem Impuls möchten wir eine solche Alternative vorstellen, die unter dem Namen Solidarische Landwirtschaft oder Community Supported Agriculture (CSA) immer bekannter und beliebter wird.

Der Hof ernährt die Menschen und alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte.

Die Grundidee von Solidarischer Landwirtschaft ist die gegenseitige Vereinbarung, dass ein Hof sein soziales Umfeld mit Lebensmittel versorgt, während dieses umgekehrt für den Hof die nötigen finanziellen Mittel bereitstellt. Das grundlegende Prinzip ist das gemeinsame Teilen der Verantwortung und der Ernte: Eine Gruppe von Menschen garantiert die Abnahme der Erzeugnisse und finanziert die Ernte bzw. alles was notwendig ist, um diese zu erzeugen vor. Im Gegenzug erhält die Gruppe die (saisonale) Ernte, um sie auf die Mitglieder aufzuteilen und/oder für den eigenen Gebrauch zu verarbeiten.

Ziel der Solidarischen Landwirtschaft/CSA sind zum einen die Erzeugung qualitativ hochwertiger gesunder und frischer Lebensmittel und der Schutz gesunder Naturkreisläufe. Zum anderen soll den VerbraucherInnen eine neue Verbindung zum Land und den Lebewesen, die ihnen das leben ermöglichen, zugänglich und erfahrbar machen.

Alle CSA-Höfe in Deutschland wirtschaften ökologisch und ökonomisch transparent. Zurzeit gibt es deutschlandweit 19 Höfe und 15 weitere Initiative – Tendenz rapide steigend – welche im „Netzwerk Solidarische Landwirtschaft“ organisiert sind.
Ein viertel Hektar reicht aus, um eine Person vollständig zu versorgen. Das Budget, das der Hof zum Bewirtschaften der Fläche braucht, wird offen gelegt und durch die Anzahl der Mitglieder geteilt. Der Durchschnittsbetrag liegt bei 120 Euro im Monat. Meistens werden die Beträge nach Selbsteinschätzung festgelegt, sodass sozialer Ausgleich stattfinden kann.

Weitere Informationen unter:
Netzwerk Solidarische Landwirtschaft
Soziale Landwirtschaft
Landwirtschaftsgemeinschaftshof (Wikipedia)

 

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