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Februar 2014

Planetarische Grenzen

Bereits im Jahr 1972 wies der Club of Rome in seinem Bericht “Die Grenzen des Wachstums“ auf die Gefahren der anhaltenden Zunahme von Umweltverschmutzung, Weltbevölkerung, Industrialisierung und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen hin und prognostizierte das Erreichen der absoluten Wachstumsgrenzen der Erde im Laufe des 21. Jahrhunderts.Dieses Szenario wurde, mit Blick auf Entwicklungen wie den globalen Biodiversitätsverlust und Klimawandel, im „30-Jahre-Update“ (2006) noch einmal bestätigt.

Im Jahr 2009 warnte ein Team internationaler WissenschaftlerInnen von 27 Universitäten und Forschungsinstituten davor, dass der Einfluss des Menschen auf das Erdsystem mittlerweile solche Ausmaße angenommen hat, dass die Existenz der Menschheit langfristig gefährdet ist. Sie verdeutlichen diese dringliche und bedrohliche Entwicklung in der Studie “Planetary Boundaries: A safe operating space for humanity“. Die Autoren um Johan Rockström, Direktor des Stockholm Resilience Centre an der Universität Stockholm definieren neun Planetarische Grenzen, die eingehalten werden müssen, um die Lebensfähigkeit der Menschheit auf der Erde über mehrere Generationen gewährleisten zu können. Wird eine dieser globalen, biophysikalischen, sich wechselseitig beeinflussenden Grenzen überschritten, besteht die Gefahr irreversibler und unkalkulierbarer Umweltveränderungen. Da es sich (höchstwahrscheinlich) um Kipppunkte (tipping points) der Ökosysteme handelt, wird die Bewohnbarkeit der Erde für die Menschheit, z.B. durch Extremwetterereignisse, drastisch einschränkt und Ressourcenkämpfe sind möglich.

Die Studie deutet darauf hin, dass die Messwerte bereits in dreien der Bereiche über die planetarischen Grenzen hinausgehen: Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt und Stickstoffeintrag in die Biosphäre. Handlungsspielraum identifizierten die ForscherInnen in den Bereichen Bereichen der stratosphärische Ozonschicht, Landnutzungsänderungen, Wasserverbrauch, die Versauerung der Ozeane, den Eintrag von Phosphor in die Biosphäre und die Meere. Die Aerosolbelastung und Verschmutzung durch Chemikalien wurden zwar als planetarische Grenzen identifiziert, konnten jedoch bisher noch nicht quantifiziert werden (siehe Grafik).


Das Konzept der Planetarischen Grenzen erhält zurzeit im Kontext des Post-2015 Prozesses und den Verhandlungen zur Entwicklung von globalen, universellen Zielen für nachhaltige Entwicklung neue Aufmerksamkeit. Dabei wird diskutiert, ob die Planetarischen Grenzen und deren Grenzwerte helfen können Konzepte wie sozial-ökologische Resilienz, Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen in die internationalen Verhandlungen einzubringen. Hierbei ist die „Planetary Boundaries Research Initiative“ am Stockholm Resilience Institute der Universität Stockholm sehr aktiv.

Fotos: FlyingSinger/CC BY 2.0/Flickr; Planetary Boundaries Research Initiative

 

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