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Film "Climate Warriors"

am 18. März 2019 im Forum Rothenburg o.T.

Das Energiewendebündnis und die Erd-Charta Gruppe Rothenburg haben am 18. März 2019 in Erinnerung an die Atom-Katastrophen von Fukushima und Tschernobyl im Rothenburger Forum den Film „Climate Warriors“ gezeigt. Der Film beschreibt die Zukunft unseres Planeten und belegt, dass eine Energieversorgung aus 100 Prozent erneuerbarer Energie technisch längst möglich ist. Doch die weltweite Energiewende stockt, denn mit ihr versiegen die Geldströme von Kohle, Gas und Erdöl. Zu sehr sind die Großkonzerne mit ihren Geschäftsmodellen aus dem fossilen und atomaren Industriesektor an Gewinnen interessiert – ohne Rücksicht auf Umwelt- und Klimaschutz; der Untergang unseres Planeten wird so befördert. Die Emissionen von Kohlendioxid in unsere Atmosphäre stammen zu 80% aus der Verwendung der klimaschädlichen Rohstoffe Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran. Die Nutzung dieser fossilen und atomaren Rohstoffe muss sofort beendet werden und alle Energie zu 100% aus erneuerbaren Energieformen  wie Wasserkraft, Wind- und Solarstrom, Biogas und Erdwärme gewonnen werden.

Der Regisseur und Umweltaktivist Carl-A. Fechner ermutigt und zeigt in seinem Film, dass eine globale Veränderung nur durch eine Bewegung von unten, durch eine „Graswurzelbewegung“ entstehen kann. Es werden die mitreißenden Geschichten von Klimakriegern aus verschiedenen Ländern vorgestellt, darunter so unterschiedliche Persönlichkeiten wie der junge Hip-Hop-Künstler Xiuhtezcatl Martinez, Youtuberin Joylette-Portlock oder Hollywood-Actionstar Arnold Schwarzenegger. Sie alle kämpfen für das gleiche Ziel: eine saubere, gerechte und sichere Welt durch erneuerbare Energien. „Climate Warriors“ zeigt, wie die Energiewende tatsächlich gelingen kann – und zwar weltweit. Die Menschen, die unermüdlich für eine nachhaltige und gerechte Zukunft kämpfen, bekommen hier eine Stimme. Sie glauben an die Möglichkeit einer Energie-Revolution, wenn sich jeder Einzelne engagiert und sich einbringt.

Der Film macht deutlich, dass Kriege, im Film aufgezeigt an den Kriegsherden Ukraine-Russland und Iran-Irak, häufig verursacht werden durch den Kampf um Rohstoffvorkommen; Umweltschützer aus der Ukraine kommen in dem Film zu Wort ebenso wie der einstige deutsch-iranische Kriegsflüchtling Amir Roughani, der heute in Deutschland ein Umweltunternehmen leitet: „Mit erneuerbaren Energien verbinde ich nicht nur die Lösung des Klimawandels. Wir werden mit ihnen auch mehr Frieden, Gerechtigkeit und lokale Wertschöpfung für die Menschen erreichen. Das wirtschaftliche Wachstum muss auf nachhaltige Fundamente übertragen werden, andernfalls wird es in einer ökologischen und ökonomischen Sackgasse enden.“ Auf einem Gebiet im Osten Deutschlands, auf dem früher Raketen stationiert waren, hat Roughani heute ein großes Feld mit Sonnenkollektoren gebaut.

20 Millionen Klimaflüchtlinge kämpfen weltweit ums nackte Überleben; klimatisch bedingte Katastrophen wie Dürre, Hunger oder der Anstieg der Meeresspiegel werden verursacht durch die Überhitzung der Erde, bedingt durch den Anstieg schädlicher Emissionen. Der Film ist daher auch ein starkes Plädoyer für Frieden und soziale Gerechtigkeit.
Es wird gezeigt, dass positive Beispiele ihre Wirkung haben können, wenn jeder in seinem Bereich mitmacht und sich aktiv einbringt.

Die Schülerdemos „Fridays for Future“ machen eindrücklich darauf aufmerksam, dass Jugendliche Verantwortung für die Ernsthaftigkeit der Lage übernehmen,  dass der ökologische Zustand unseres Planeten nicht mehr tragfähig ist und eine Überhitzung der Erde verhindert werden muss. Zwei Säulen sind dafür notwendig, damit Klimaschutz gelingen kann: es dürfen keine neuen Klimaabgase mehr in die Atmosphäre entlassen werden und der überschüssige Kohlenstoff muss aus der Atmosphäre entfernt werden. Dies kann gelingen, indem wir die technisch machbare Energiewende hin zu ausschließlich sauberen Energieformen vorantreiben und indem wir viel Grün wieder in unsere Städte, Dörfer und Landschaften bringen, denn grüne Pflanzen binden Kohlendioxid aus der Luft und wandeln es in Sauerstoff um.

Es ist keine Zeit mehr für klein-klein, ein bisschen, immer wieder nach hinten verschobene Ausstiegstermine für schmutzige Energieformen: nein, die Zeit eilt, wir müssen alle gemeinsam und jede/r in seinem Bereich seinen Beitrag leisten hin zu der so drängenden Energie-Revolution, um unseren Planeten zu retten. Die positiven Botschaften im Film machen hier für Mut, dass es gelingen kann!


Christine Birmann

 

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