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Hoffnung durch Selbsthilfe – Lokale Nahrungsmittelautarkie in Kenia

Vortrag mit Philip Munyasia aus Kenia im Netzwerkbüro – Am Plan 3 – Marburg am 10. September 2014 um 19.00 Uhr

„Produktion, Konsum und Reproduktion so gestalten, dass sie die Erneuerungskräfte der Erde, die Menschenrechte und das Gemeinwohl sichern.“
(Erd-Charta II, 7)

Philip Munyasia, der selbst aus dem Projektort Kitale in West-Kenia kommt, erzählte eindrücklich davon, wie die Schlüsselerfahrung zu seinen Aktivitäten in seiner Kindheit liegt: „Als Kind haben meine acht älteren Brüder und ich oft Hunger gehabt, sind mit leerem Bauch in die Schule gegangen. Und dann bin ich wegen des Hungers nicht mehr zur Schule gegangen, sondern habe auf dem Bau gearbeitet.“ Eines Tages fragt ein Priester, an dessen Haus Philip mit baut, und der dessen Kinderarbeit nicht zusehen kann, nach. Und ermöglicht ihm, wieder zur Schule zu gehen. Später bekommt er ein Stipendium, um in den USA Landwirtschaft zu studieren. Ausgestattet mit seinen neuen Kenntnissen und seiner alten Entscheidung, die Situation aus eigener Kraft zu verändern, und sich und andere junge Menschen aus der Armut und Aussichtslosigkeit afrikanischer Homeships heraus zu holen, beginnt Philip sein Projekt als Jugendinitiative OTEPIC - ein echtes Selbsthilfeprojekt. Immer mehr wird es damit möglich, Selbstversorgung, ein neues Gemeinschaftsgefühl, Wissen, Selbstverantwortung, neue Visionen und zukunftsfähige Bedingungen in den Gemeinden zu entwickeln. Mit einfachen Techniken wie Solarkochern, Mini-Biogas, Permakultur und Lehmbau verbessern sie ihre harten Lebensbedingungen. Das Projekt verbindet damit grundlegende Erd-Charta Themen und  antwortet auf die Not mit biologischem Anbau, der Betrachtung von „Wasser als lebendigem Wesen“, alternativen Energien, dem respektvollen Umgang mit Tieren und dem Schützen von Saatgut sowie mit Gemeinschaftsbildung, dem Teilen von Gütern und Partizipationsprozessen.

Aus der Jugendinitiative wurde inzwischen ein Kompetenz-Zentrum, in dem sich immer mehr Familien, Frauengruppen, Kleinbauern und Jugendliche zusammenschließen. Heute bauen die Menschen von OTEPIC auf ihrem neuen Land die ersten Häuser, Gärten und Wasserretentions-Teiche für ein geplantes Permakultur-Dorf und Friedenszentrum: Ihr Traum ist es, eine internationale Ausbildungsstätte zu schaffen, wo sich junge AfrikanerInnen austauschen, wo sie lernen und forschen und damit für sich selbst und ihre Gemeinschaften lebensfördernd Verantwortung übernehmen können.

„Join the real food revolution!“ – „Beteiligt Euch an der wirklichen Ernährungs-Revolution!“: Weitere Informationen zu diesem unterstützungswerten Projekt unter www.otepic.org

In Kooperation mit der GartenWerkStadt Marburg und  der portugiesischen Gemeinschaft Tamera

Flyer zur Veranstaltung

 

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