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April 2013

Dezentralität heute – was bedeutet das?

„Demokratie heißt, dass sich Leute in ihre eigenen Angelegenheiten einmischen.“
Max Frisch

Laut verschiedner Prognosen werden bis 2050 über 70% der Menschen weltweit in Städten leben. Wie wird sich eine solche urbane Zukunft gestalten? Ein gleichzeitig stattfindener Trend zeigt, dass momentan immer mehr Menschen ihr Leben wieder dezentraler organisieren und leben wollen. Es bilden sich immer mehr Initiativen in diesem Bereich und Dezentralität wird zu einem diskutieren Thema.

Deshalb widmet  sich die Märzausgabe des Initiativs der Ökumenischen Initiative Eine Welt diesem Thema. So schreibt Franka Henn in ihrem Artikel: „Nicht nur erfordern die begrenzten Möglichkeiten der völligen Organisation von oben nach unten und die Feststellung, dass auch administrative Strukturen ab einer gewissen Größe unmöglich nachzuvollziehen sind, sondern Eigendynamik entwickeln, neue Dezentralisierung. Auch Dezentralisierung selbst fordert etwas: Selbstverantwortung und Vertrauen. Schluss mit der Anonymität! Oder mit den Worten von Ma Frisch: Jeder muss sich in seine Angelegenheiten einmischen. Dezentralisierung ist ein demokratisches wie persönliches Anliegen. Es ist auch die Frage, wie selbstbestimmt wir leben können. Viele neue Initiativen entstehen momentan und verbinden zeitgemäße Lokalität mit nötiger Flexibilität. Dazu gehört nicht nur ein anderes ökologisches Bewusstsein, sondern auch die Erkenntnis, dass das eigene Dasein robuster wird, je weniger es von fremdbestimmten Abläufen abhängig ist. Gleichzeitig braucht es für Dezentralität nichts mehr als gemeinsames Handeln. Das bedeutet aber konkretes Zusammenkommen, an konkreten Orten, mit der eigenen Meinung und sich mit Anderen zu konfrontieren statt vorgezeichnete Wege in einem System einzuschlagen. Doch davor sollten wir keine Angst haben. Reibung erzeugt ja bekanntlich Wärme.“


Weitere kurze Artikel und Meinungen rund um das Thema Dezentralität finden sie in der aktuellen Ausgabe des Initiativ.

 

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