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Avaaz-Petition zum Schutz von Straßenbäumen gestartet

Eine Aktion der Erd-Charta Gruppe Rothenburg o.d.T.

In vielen Bundesländern werden - ob im Wald oder in der freien Landschaft - die Bäume entlang der Straßen geschlagen. In manchen Bundesländer sind die "Schutzstreifen 8,5 m in anderen auch 12 m breit.

Birken an StraßeDagegen hat die Erd-Charta Gruppe Rothenburg bei Avaz eine Petition an A. Dobrindt, Minister für Verkehr und digitale Infrastruktur, J. Herrmann, M. Söder, Bayrischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, M. Huber und Dr. J. Ludwig gestartet.

Durch die Fällungen geht direkt vor allem in der freien Landschaft Lebensraum für Vögel, Insekten, Fledermäuse und kleine Säugetiere verloren, in Wäldern erhalten so auch kleine Straßen eine starke Zerschneidungswirkung, so dass der Genfluss zwischen den Waldteilen stark eingeschränkt und das Artensterben beschleunigt wird.
Außerdem wird im Holz festgelegtes CO2 frei gesetzt. Eine Anpassung an die Stürme des Klimawandels, die diesen noch mal richtig anheitzt?

Bitte beteiligen Sie sich an der Avaaz-Petition.

Leserbrief der Erd-Charta-Gruppe Rothenburg, i.V. Christine Birmann
vom 24. Januar 2014

„Gefällte Bäume an Straßen“

Bäume zu beseitigen, um an extremen Gefahrenstellen Autofahrer zu schützen, mag vielleicht in einigen Fällen berechtigt sein. Generell jedoch einen „Sicherheitsstreifen“ von 8,50 Metern frei zu fällen widerspricht jedem gesunden Menschenverstand. Sollten etwa auch alle Brückenpfeiler und Hausecken mit Styropor gepolstert werden? Kaum jemand käme auf die Idee, die Steine in den Alpen zu beseitigen, weil man sich dort als Skifahrer verletzen kann – von den Alpen bliebe wenig übrig!
Nein: gefragt ist der Appell an die Autofahrer, angemessen zu fahren und damit ihr eigenes Leben und das ihrer Mit-Verkehrsteilnehmer zu schützen. Und Bäume entlang von Landstraßen können sogar helfen, Entfernungen und Geschwindigkeiten besser einschätzen zu können, z.B. beim Überholen.
Unsere fränkische Landschaft ist ohne ihre typischen Straßenbäume nicht denkbar, sie stellen wichtige strukturierende Naturdenkmäler dar. Dieter Wieland hat dazu grundlegende Beiträge verfasst: „… Landschaften sind die Basis unserer Kultur …“; bis heute kämpft er in seiner preisgekrönten Reihe „Topographie“ für den Schutz unserer gewachsenen und gebauten Kulturlandschaft und deren Landschaftsräume und wurde dafür mit vielen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet, wie u.a. dem Verdienstkreuz der BRD und dem Bayerischen Fernsehpreis.
Die Kunst einer richtig durchgeführten und angemessenen Baumpflege könnte von den Behörden angewendet werden, um diese alten, schönen, strukturgebenden Bäume zu erhalten. Die Wichtigkeit von Bäumen als Biotope für unzählige Insekten- und Vogelarten und als Nahrungsquelle für die ohnehin bedrohten Bienen ist hinlänglich bekannt.
Aber: Bäume und die Natur haben keine starke Lobby! Autoversicherungen und andere Unternehmen versuchen ihre wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen und wesentlichen Einfluss auf einige Politiker zu nehmen. Sie dürfen jedoch nicht darüber entscheiden, wie unsere fränkische Heimat in Zukunft aussehen wird!
Es ist höchste Zeit, dass wir uns auf die Gestaltungskraft unserer Vorfahren besinnen, die diese Bäume gepflanzt haben, und uns schützend vor sie stellen!

Pressespiegel

Foto: Ulrike Berghahn

 

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