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Aktivitäten im Herbst und Winter 2012/13

Ein Bericht von Christine Birnmann

Zusammenarbeit mit dem Energiewende-Bündnis

In enger Vernetzung mit dem Energiewende-Bündnis Rothenburg arbeitet die Rothenburger Erd-Charta Gruppe weiterhin mit beim Thema des nachhaltigen Umgangs mit Energie.
Darüber hinaus setzt sie sich ein für weitere Ziele der Erd-Charta vor allem bei sozialen und umweltpolitischen Themen.

Carsharing

In einem Vortrag zum Carsharing im November mit Vertretern aus Ansbach wurden Möglichkeiten diskutiert, diese Ideen auch in Rothenburg umzusetzen. Die Ziele für die Zukunft werden sein, den bestehenden Bedarf zu finden und die sich daraus ergebenden Realisierungsmöglichkeiten in die Tat  umzusetzen. Dabei werden auch Kontakte zu lokalen Vertretern von Politik, Verwaltung und Firmen hergestellt, damit Carsharing bald auch in Rothenburg stattfinden kann.
Näheres finden Sie im Bericht des Fränkischen Anzeigers vom 13. Dezember 2013.

Energie sparen und Baubiologie

Karl NiessEin weiterer Vortrag im Januar mit dem Architekten und Baubiologen Karl Niess hatte energetisch sinnvolle Maßnahmen unter baubiologischem Aspekt zum Thema. Dabei ging er auf Wände, Dächer, Fenster, Heizung und Haustechnik ein: Niess sieht die Orientierung an einigen von der Industrie vorgegebenen Normwerten oftmals als fehlerhaft an, da diese Normen häufig nicht nach den anerkannten Regeln der Technik erstellt würden und die nötige Anerkennung auf Bewährung fehle. Das Sparen von Energie und eine Veränderung unseres jetzigen überbordenden Lebensstils bezüglich der Ressourcen unserer Erde sei dringend notwendig, so der Referent. Überlegungen zu energiesparenden Materialien für Häuser müssten sich immer zusammensetzen aus dem Dämmwert des Materials, aber auch aus der Speicherfähigkeit des Materials für Solarenergie, was heute vernachlässigt würde. Gerade an Südwänden spiele die Sonneneinstrahlung und damit die Erwärmung der Mauer unter energetischem Aspekt eine wichtige Rolle. Am Ende des Vortrags ging Niess noch auf Gefahren im Wohnumfeld des Hauses ein: das Installieren von Solarstrommodulen auf Dächern sei vor allem über den Schlafräumen Besichtigung Niedrigenergiehausgesundheits-schädlich, da sie wie eine Antenne für Hochfrequenz- strahlung wirkten. Der Gebrauch von Handys und DECT-Telefonen wirke sich durch deren hochfrequent pulsierende Strahlung ebenso schädlich auf unsere Gesundheit aus (in Rothenburg befinden sich sechs Mobilfunksender verdeckt in der Altstadt!); auch Energiesparlampen seien problematisch, Glühbirnen oder auch Halogenglühlampen seien hier die besseren Alternativen. Das Ausschalten von Lichtquellen, auch von Straßenlampen, in der Nacht sei notwendig, da das für unsere Gesundheit wichtige Antikrebs-Hormon Melatonin im Körper nur bei absoluter Dunkelheit ausgeschüttet werde; eine reduzierte Halbnachtabschaltung für die Altstadt erachtete der Baubiologe als sinnvoll.

Energiesparmaßnahmen in der Stadt Rothenburg

Ein Vortrag mit dem Stadtbaumeister der Stadt, Michael Knappe, fand ebenfalls im Januar statt; er berichtete über energetische Maßnahmen in der Stadt. Ein enger Kontakt und die Zusammenarbeit erscheinen uns wichtig und wertvoll, da sich aus einem vertrauensvollen Miteinander oftmals Möglichkeiten einer effektiven Umsetzung nötiger Projekte ergeben. Innerhalb einer Kleinstadt ist dies manchmal leichter möglich, weil sich die Partner persönlich kennen und auch zwei Stadträte von „Bündnis 90/Die Grünen“ in der Interessengemeinschaft mitarbeiten und somit ein direkter Kontakt zur Stadtverwaltung gegeben ist.

Alle diese Vorträge sind als Presseberichte auf der neu überarbeiteten Homepage www.energiewende-rothenburg.de der Interessengemeinschaft „Energiewende-Bündnis Rothenburg“ nachzulesen; übrigens ist hier selbstverständlich auch ein Link auf die Erd-Charta als Netzwerkpartner zu finden!

Ausblick

 

Ein Vortrag zum Thema „Nahwärmeversorgung“ findet in Kürze im Februar statt, in dem der Referent die Energieversorgung am Beispiel eines kleinen Ortes in der Nähe vorstellen wird.

2. Jahrestag des Tsunamis und der Reaktorkatatstrophe in Fukushima

Am 11. März 2013 wird eine Mahnwache zum 2. Jahrestag von Fukushima auf dem Marktplatz in Rothenburg stattfinden, in Erinnerung an die durchgeführten Mahnwachen im Jahr 2011. Hierbei soll auch auf den bestehenden Widerspruch unserer Regierungspolitik in einem öffentlichen Brief hingewiesen werden:
Einerseits beschließt die Bundesregierung den Atomausstieg, andererseits unterstützt sie weiterhin die Atomkraft. So plant die Regierung, Strom aus der russischen Exklave Kaliningrad über eine Unterseetrasse durch die Ostsee nach Deutschland zu bringen. Aus einem Atomkraftwerk, das hauptsächlich für den Stromexport nach Deutschland gebaut werden soll. Und damit nicht genug: Die Trasse soll auch noch von EU-Geldern finanziert werden.
Desweiteren werden mit Hermesbürgschaften für Atomprojekte Exportgeschäfte mit erhöhten Risiken für deutsche Firmen, die mit Zulieferungen oder Dienstleitungen am Bau neuer AKWs im Ausland beteiligt sind, abgesichert und damit gefördert. Die staatliche Garantie soll deutsche Unternehmen vor Zahlungsausfällen aufgrund mit dem Geschäft verbundener wirtschaftlicher und politischer Risiken schützen. Im Notfall wird der Fehlbetrag aus deutschen Steuergeldern bezahlt (Umweltinstitut, München).

100 Jahre Lambarene

Zum 100-jährigen Bestehen von Albert Schweitzers Lambarene finden europaweit Benefiz-Orgelkonzerte statt; auch in Rothenburg und im nahe gelegenen Bad Windsheim konnten die OrganistInnen begeistert werden, sich zu beteiligen. In Rothenburg spielt Herr Ulrich Knörr am 25.7.2013 in der Jakobskirche und in Bad Windsheim Frau Luise Limpert am 3.8.2013. Kontakte dazu laufen über das Albert Schweitzer-Zentrum in Frankfurt/Main. Begleitet werden diese Konzerte mit einer Wanderausstellung für die Öffentlichkeit und für die Schulen und Kindergärten; Pfarrer und Referenten, teilweise auch Zeitzeugen aus Lambarene, bereichern die Projektwochen mit Referaten und Gottesdiensten zum Thema „Albert Schweitzer: Ehrfurcht vor dem Leben“. Die Schulen werden in die Vorbereitungen mit einbezogen.

Angedachtes

Überlegungen zu einem Kontakt mit dem seit einiger Zeit bestehenden Stadtmarketing-Verein werden diskutiert, um bei sich berührenden Themen, die z.B. das soziale Miteinander in der Stadt wie die Kommunikation mit Schulen und Kindergärten, mit Ausländern oder Vereinen betreffen, einen Austausch zu erleichtern. Die Institution einer Kulturtafel wäre eine solche Möglichkeit; ihre Realisierung wird unterstützt. Auch umweltpolitische Themen stellen Möglichkeiten der Zusammenarbeit dar, wie es sich in der Vergangenheit schon z.B. beim Schutz des Baumbestands und der Begrünung innerhalb der Stadt als positiv gezeigt hat. Ebenso wird die Inbetriebnahme eines Bürgerbusses als eine sinnvolle Ergänzung zur bestehenden, nur wenig zufriedenstellenden öffentlichen Nahverkehrsversorgung der Bevölkerung vorangetrieben.

In Planung sind weitere enge Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Stadt, den Klimaschutzgedanken hinsichtlich der Peak-Oil Diskussion (Leben nach dem Erdöl) fest zu etablieren und eventuell eine Beratung für die Stadtverwaltung durchzuführen. Diese würde bedeuten:

  1. Veranstaltung(en), um öffentlich bzw. in die Verwaltung hinein insbesondere zu Peak Oil und dessen Dringlichkeit zu sensibilisieren.
  2. Eine Energiestudie, die den Ist-Stand, Potentiale und Hemmnisse analysiert.
  3. Fachgespräche mit den Mitarbeitern von Verwaltung, Verbänden usw., um im kleinen Kreis Fragestellungen zu eruieren.

Darüber in Kontakt sind wir mit dem Büro für postfossile Regionalentwicklung, Herrn Norbert Rost aus Dresden, ein Vertreter der Transition Town Bewegung „Städte im Wandel“.

Resümee

Es zeigt sich, dass die enge Zusammenarbeit mit anderen Gruppierungen, Vereinen und Umweltbewegungen oftmals fruchtbar und effektiv ist, um die uns am Herzen liegenden Themen zu behandeln. Über einen Prozess der Bewusstwerdung, des Diskutierens bestehender Möglichkeiten vor Ort und des Findens lokaler Ressourcen können sich Ergebnisse entwickeln und oftmals zu einem sinnvollen Ganzen zusammengeführt werden.
Und noch was: es macht einfach auch Spaß, sich zu treffen, sich mit IdealistInnen auszutauschen, immer wieder neuen Menschen zu begegnen, Pläne gemeinsam zu schmieden und eine gute Zeit zusammen zu verbringen!

Fotos: Christine Birnmann

 

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