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Ashaninka-Anführer aus Brasilien steht unschuldig vor Gericht!

Benki Piyãko ist wieder frei

Die Gesellschaft für bedrohte Völker schreibt:

Schöner konnte unsere Woche nicht anfangen: Der Ashaninka-Anführer Benki Piyãko aus Brasilien, mit dem wir schon seit vielen Jahren eng gegen Holzmafia und Drogenschmuggel in seinem Gebiet zusammenarbeiten, wurde am Pfingstmontag in seiner Heimatstaat Acre vom Vorwurf der Verleumdung freigesprochen. Ihm hatten bis zu acht Jahre Haft gedroht.Benki ist schon oft bedroht und tätlich angegriffen worden. Er hatte seine Häscher angezeigt, doch die drehten den Spieß um. Gegen sie wurden die Ermittlungen eingestellt. Stattdessen hatten sie dann Benki wegen Verleumdung angezeigt. Zum Glück hatten sie damit keinen Erfolg.Benkis Fall hat weltweit viel Aufsehen erregt. Die deutsche Botschaft in Brasilia, aber auch Politiker in Deutschland verfolgten die Entwicklung mit Besorgnis. Denn die vielen Morde an indigenen Anführern in Amazonien haben gezeigt, wie ernst die Morddrohungen der Holz- und Drogen-Mafia zu nehmen sind. Wir sind sehr glücklich über die Nachricht von Benkis Freispruch, zu dem auch mehr als 1.500 Unterzeichner unseres Appells an den Präsidenten Brasiliens Michel Temer maßgeblich beigetragen haben. Ganz herzlichen Dank an alle unter Ihnen, die sich mit uns engagiert haben! Realistisch betrachtet ist dieser Sieg aber nur ein Etappensieg, denn Benki und die Ashaninka haben mächtige Feinde, die ihre Niederlage nicht so einfach hinnehmen werden. Vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie erneut versuchen, ihren wichtigen Kritiker Benki auszuschalten. Wir werden daher auch in Zukunft die Lage bei den Ashaninka sehr genau beobachten.

Unterstützungsaufruf

Der Ashaninka-Anführer Benki Piyãko ist in großer Gefahr. Schon nächste Woche könnte er unschuldig ins Gefängnis kommen. In einem Verfahren vor dem 1. Strafgerichtshof von Cruzeiro do Sul im brasilianischen Bundesstaat Acre drohen ihm bis zu acht Jahren Haft. Ganz offensichtlich soll hier ein mutiger indigener Menschenrechtler kriminalisiert und mundtot gemacht werden.
Seit Jahren wird Benki Piyãko wegen seiner Arbeit zum Schutz der Umwelt und der Kultur seines Volkes immer wieder bedroht und angefeindet. Auch mit dem Tode wurde er mehrfach bedroht. Solche Drohungen sind sehr ernst zu nehmen. Wenn es darum geht, Umweltschützer und Menschenrechtler auszuschalten, wird gerade in Brasilien nicht lange gezögert. Deshalb zeigte Benki Piyãko seine Verfolger an und bat um Schutz für sein Leben und die Sicherheit seiner Gemeinschaft. Doch stattdessen landete er nun selbst vor Gericht. Seine Verfolger stritten alle Klagepunkte ab. Das Verfahren gegen sie wurde eingestellt. Seine Anzeige wird Benki Piyãko nun als Verleumdung und Falschaussage zur Last gelegt. Möglicherweise wird das Urteil der ersten Instanz schon kurz vor Ostern gesprochen.
Helfen Sie mit, diesen aufrichtigen Mann vor Verfolgung zu schützen. Lassen Sie nicht zu, dass Benki Piyãko kriminalisiert und vom Opfer zum Täter gemacht wird. Unterstützen Sie unseren Appell an Brasiliens Präsidenten Michel Temer!

Zur Eilaktion der Gesellschaft für bedrohte Völker:
http://www.gfbv.de/de/aktiv-werden/online-petitionen/ashaninka-anfuehrer-aus-brasilien-steht-unschuldig-vor-gericht/#c1627/

siehe auch:
http://erdcharta.de/aktuelles/?tx_ttnews%5Bcat%5D=11&tx_ttnews%5BbackPid%5D=47&tx_ttnews%5Btt_news%5D=483&cHash=d855ef04f4879852d522d122d3dcfed1

Foto: Moisés Moreira

 

 

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