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Jahrestagung mit Rabbi Soetendorp

Feuer fangen für ein Wasser-Projekt mit der Erd-Charta

Die Jahrestagung der Ökumenischen Initiative Eine Welt zur Erd-Charta war immer schon ein Ort, an dem sich die weit verstreuten Mitglieder des Netzwerks von Angesicht zu Angesicht treffen, um neue Motivation zu schöpfen für ihre weiteren kleinen Schritte in Richtung Frieden, Gerechtigkeit, nachhaltigen Lebensstil und Ökumene.

In diesem Jahr fand die Jahrestagung am 19. – 21. April unter dem Motto „Mit der Erd-Charta auf dem Weg zu einer besseren Welt: Interreligiös, Interkulturell und kreativ!“ Wir freuen uns sehr, dass wir als Referenten Rabbi Awraham Soetendorp, einen der Gründungsväter der Erd-Charta, gewinnen konnten (wer ihn nicht kennt, sollte sich seine Rede bei TEDx anschauen). Er ist ein wunderbarer Redner voller Leidenschaft und erwies sich als der perfekte Motivator. Er erzählte, dass es das Mitgefühl war, das ihm das Leben gerettet hat, als er als jüdisches Baby in Deutschland eigentlich von NS-Soldaten deportiert werden sollte. Dieses Mitgefühl sei es, das auch eine interreligiöse Zusammenarbeit zum Wohl der ärmsten Menschen möglich mache. Das verdeutlichte er an vielen Beispielen aus seiner eigenen Arbeit. Derzeit baut Rabbi Soetendorp ein interreligiöses Netzwerk auf, das das Ziel verfolgt, jedem Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen zu ermöglichen. Besonders in Regionen mit schwachen staatlichen Strukturen kommt Religionsvertretern eine entscheidende Rolle bei der Grundversorgung zu (hier gibt es weitere Infos zum Projekt). Rabbi Soetendorp ist überzeugt: „Das lebendige Wasser wird uns fähig machen, das natürliche Wasser verfügbar zu machen - für alle“. Als Reaktion auf seine Projektvorstellung meldeten sich spontan zahlreiche Spender, das Projekt zu unterstützen.

Mit dem Projekt soll vor allem Paragraph 9a der Erd-Charta verwirklicht werden:
„Das Recht aller Menschen auf Trinkwasser, saubere Luft, ausreichende und sichere Ernährung, unvergiftete Böden, Obdach und sichere sanitäre Einrichtungen garantieren und die Bereitstellung der dafür erforderlichen nationalen und internationalen Ressourcen sicherstellen.“

 

Rabbi Soetendorp (links) diskutiert nach seinem Vortrag mit Teilnehmern

Darüber hinaus wurden verschiedene Workshops durchgeführt. Wir suchten Theater spielend nach dem „großen Transformator“, diskutierten, wie wir Nachhaltigkeitsthemen in einer pluralistischen und multikulturellen Gesellschaft kommunizieren kann, wir malten „radikale“ Bilder eines radikalen Wandels und wir tauschten Ideen aus für interreligiöse Partnerschaften, wie etwa die interkulturellen Gärten in Nordhessen oder in Bezug auf die Entwicklungen in der Imamausbildung. Zum Abschluss feierten wir gemeinsam eine Segensfeier.

Am Ende waren die Teilnehmer ermutigt, mit neuen Ideen an ihren jeweils eigenen Projekten weiterzuarbeiten. Wir wurden uns aber auch bewusst, dass noch einiges an Arbeit vor uns liegt, um die Erd-Charta wirklich mit beiden Beinen auf die Erde zu bekommen

Von: FB

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