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Gute Nachbarschaft in einer sich verändernden Welt

Frühjahrstagung der ÖIEW vom 04. bis 06. Mai 2018 in Warburg-Germete

 

Der Frieden wächst aus dem Schneckenhaus

Eine Bildbetrachtung
SchneckenhausDas Schneckenhaus als Bild für einen Ort des Rückzugs, als Schutzraum. Den muss es auch für mich geben. Ich merke das, wenn ich mich morgens beim Erwachen orte. Die Bettdecke sorgte über Nacht für Wärme; ich finde mich in geschützter Umgebung wieder. Auch die Tätigkeiten nach dem Aufstehen sind mir vertraute Routine, die mich in den Tag geleitet. So gibt es für mich – bildlich ausgedrückt – jeden Morgen eine gewisse Zeit, in der ich mich körperlich wie auch psychisch aus meinem Schneckenhaus herauswinde. Tagsüber liegt das Haus verlassen; ich habe gelernt meinen Aktionskreis zu weiten. Auch Unvorhergesehenes kann mir begegnen – Herausforderungen, die mein Tageseleben interessant machen. Doch gegen Ende meines Tages, scheint mein Schneckenhaus wieder bewohnt. Ich kehre in mir ein, werde inwendig, um das Tagesgeschehen in mir nachklingen zu lassen – die alltägliche Umkehrung des morgendlichen Aufbruchs.
Ich betrachte die spiraligen Schneckenhäuser genauer. Sie sind leer; die Schnecke gibt es nicht mehr. Mit ihrem Ableben hat sie sich von ihrem Haus getrennt. Und das liegt jetzt wie ein Relikt, das aber über das Leben seiner Bewohnerin erzählen kann. Vom Ursprung, Ort der Geburt, ausgehend weitet sich die Spirale nach außen. Auch die von Segment zu Segment wachsenden Räume sind ein Bild für mein Mensch-werden in wachsenden Kreisen. Die Geburt des Leibes, der wachsende Säugling, Erwerb der Menschenfähigkeiten Gehen, Sprechen und Denken als Kleinkind, dann als Schulkind weitere Kulturfertigkeiten u.a. Lesen und Schreiben, die Pubertät und Adoleszenz bis hin zum Erwachsen werden – alles Stadien, die einmal durchlaufen nun hinter mir liegen. Auch daran erinnert mich das verlassene Schneckenhaus: ein Wahrbild auch für die eigene Entwicklung. Zurückliegend, wie abgelegt, hinter mir gelassen in der Vergangenheit.
Performance SchneckenhausDoch was hat es auf sich mit dem Tagungsmotto ‚der Frieden wächst aus dem Schneckenhaus‘? Gleich am Abend unserer Ankunft bildete ein spiraliges Bodenmuster aus Tüchern die Mitte unseres Plenums. Dazu Torbens Pantomime. Außer Atem wie ein Gehetzter stößt er auf das spiralige Haus und entdeckt es als möglichen Zufluchtsort.  Im Eindringen in die Höhlung wird die Enge deutlich; Strukturen die eigentlich nicht (mehr) passen und er so ständig anstößt. Besser rückwärts in die Wickelung nach innen vortasten. Ja, innen angekommen scheint dieser Rückzugsort dem Geplagten eine Rast zu ermöglichen. Doch klar wird auch, dass dieser dunkle und beengte Schutzraum keine Bleibe auf die Dauer ist. Im Fortgang der pantomimischen Handlung findet eine zweite Person die Zufluchtsstätte und entzündet ein Kerzenlicht am Ausgang der Spirale. Der Abgetauchte tritt den Weg nach außen an; er lässt sich finden. Lockt ihn das Licht? Oder die neu empfundene Weitung seines Gesichtskreises? Offenbar ist er inzwischen gestärkt und bereit für die Begegnung. „Hallo Torben“ – „Hallo Ulrike“.
Was also schafft den Frieden? Der Rückzug mag den nötigen Rückhalt gewährt haben. Doch erst die Herausbewegung ermöglichte die Begegnung. Eine friedvolle Begegnung, da sie jetzt in Ausgeglichenheit und aus der Mitte der Person geschehen konnte.
G.M.

Wie gelingt Verständigung? Wie können wir gute Nachbarn sein?

Betreten Sie Übergangsräume. Verlassen Sie Ihre eigene Blase. Wie können wir gute Nachbarn sein? Und zwar nicht nur im Kleinen, sondern auch im Großen, in unserem globalen ‚Dorf‘? Kann uns die Idee der ‚guten Nachbarschaft‘ eine Leitschnur sein für unser Verhalten in einer Welt, die sich permanent verändert?

Seien Sie eingeladen zu einem Wochenende, das Räume für Begegnung schafft. Tauschen Sie sich mit Bekannten und Unbekannten aus, erfahren Sie von erfolgreichen Nachbarschaftsmo-dellen in schwierigsten Situationen.

Ein Wochenende, das die Wahrnehmung schärft für die Auswirkungen unseres Handelns. Wo fängt die Nachbarschaft an und hört sie an einem Punkt auf? Wie lernen wir Verständnis? (Wann) begegne ich Menschen, die anders sind? Wir wollen erspüren und diskutieren, wie wir trotz und wegen der vielen weltweiten Krisen gute Nachbarn sein können: im Zusammenleben mit Geflüchteten, in der Auseinandersetzung mit Ressentiments und Ausgrenzung, im Blick auf die globalen Entwicklungsziele (SDG) und in den weitergehenden Auswirkungen unseres Lebensstils.

Im Gespräch mit Integrations- und politischen Initiativen bekommen wir Einblicke in ihre Per-spektiven und Arbeit. Wir lernen aktionsorien-tierte Ansätze kennen. Wie in einem Schne-ckenhaus beginnt der Frieden bei uns persönlich und wird immer weitere Kreise ziehen bis er aus seinem Haus herauswächst.

Mit praktischen (Theater-)Übungen für das Verlassen meiner persönlichen Blase.

Impulsgeber_innen und Workshops

  1. Versöhnungsmethoden. Wie kommen wir zur guten Nachbarschaft; Manuela Höfner, Berlin
  2. Nordhessische und südniedersächsische Initiativen nachbarschaftlicher Flüchtlingshilfe (verschiedene. Impulsgeber_innen)
  3. Zusammen leben e.V.“, „People meet people“ (Geflüchtete und hier Beheimatete), Freiburger Initiativen
  4. Europäische Nachbarn in Not: Griechenland, Geert Platner; Ahnatal
  5. Nachbarschaft mit dem Nahen Osten; Initia. kurdischer Frauen; Kassel
    Global gute Nachbarschaft; 25 Jahre N-S-Aktion, Walter Ulbrich, München

Programm siehe Flyer

Termin:  Freitag, 4. Mai 2018, Freitag, 18:00 Uhr  bis Sonntag, 6. Mai 2018, 14:00 Uhr
Ort: Zukunftswerkstatt Ökumene, Quellenstr. 4, Warburg-Germete (Bahnhof Warburg, Westf.)
Teilnahmebeittrag:
65 - 100 € nach Selbsteinschätzung, Sonderbeitrag für Studierende: 40 €, Kinder bis 14 Jahre frei. Inklusive Unterkunft und vegetarisch-regionaler Ernährung.
Die Teilnahme soll nicht am Geld scheitern, auch die Teilnahme von Geflüchteten ist uns wichtig: sprechen Sie uns an.
Flyer als pdf herunterladen.
Anmeldeschuss: 25. April 2018
Zur Anmeldung über die Website

Fotos: 

 

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