Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Wessen Perspektive zählt? Machtkritische Methoden in der Bildungsarbeit

14. Januar 2027 um 10:00 | 26. Januar 2027 um 10:00

Transformatives Lernen: 2 Online-Fortbildungen

In der Bildungspraxis wird bestimmten Perspektiven und Narrativen mehr Legitimität zugeschrieben als anderen. Narrative sind grundlegende Erzählstrukturen, die unseren Wahrnehmungen, Erinnerungen und der Art und Weise, wie wir die Welt deuten, zugrunde liegen. Sie entstehen in historischen, politischen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Ein Problem liegt in der dominanten Rolle westlich geprägter Narrative: Sie können andere Stimmen marginalisieren, Ungerechtigkeiten rechtfertigen und unser Denken über gesellschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten verengen. Zahlreiche Lehr- und Lernmaterialien schreiben immer noch stereotype Bilder und kolonial-rassistische Denkmuster fort und bilden damit die Grundlage für Diskriminierung.

Im Transformativen Lernen ist es wichtig, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen, marginalisierte Wissensformen wahrzunehmen und Räume zu eröffnen, in denen Vielfalt nicht nur benannt, sondern methodisch verankert wird. Auf dieser Grundlage wollen wir vorherrschende Sichtweisen erkennen und durchbrechen. In unserer zweiteiligen Online-Reihe verbinden wir kritische Reflexion mit der Vermittlung und praktischen Erprobung von Methoden für die eigene Bildungsarbeit. Die Veranstaltungen können einzeln oder zusammen besucht werden.

Erster Termin am Dienstag, 14. Januar 2027 von 10 – 13 Uhr

Global gerechte Bildung braucht Diskriminierungssensibilität!
Dieser interaktive Workshop eröffnet einen Raum, sich kritisch mit eigenen Denkmustern auseinanderzusetzen. Um gesellschaftlich dominante Narrative zu reflektieren, ist es wichtig, die eigene Haltung und Prägung in den Blick zu nehmen. Was empfinden wir als wahr? Welche Erzählungen haben uns geprägt? Die Dekonstruktion der eigenen Überzeugungen ermöglicht es uns, diskriminierungssensiblere Lernräume zu gestalten. Es geht um die Entwicklung einer Haltung, die sensibel mit Wissen und Macht umgeht. Wir verwenden dabei erfahrungsorientierte Methoden des Transformativen Lernens, die Reflexionsräume eröffnen.

Zweiter Termin am Dienstag, 26. Januar 2027 von 10 – 13 Uhr

Emanzipatorischer Umgang mit wirkmächtigen Geschichten

Geschichten über die Welt verdichten sich zu Narrativen, die Orientierung bieten und unsere grundsätzlichen Beziehungen prägen. Sie werden unbewusst oder bewusst eingesetzt, manchmal sogar strategisch. Es gibt daher keine neutrale Bildung. Aber uns bleibt die Möglichkeit bewusst mit Perspektiven auf die Welt umzugehen – kritisch, interessiert und rücksichtsvoll.

Der Workshop sensibilisiert für den Zusammenhang zwischen Narrativen, Ausbeutungsstrukturen und Emanzipation im Kontext einer global gerechten Bildung. Wir nähern uns über Text, Musik und Bilder der Wirkmacht von Geschichten und Narrativen an. Dabei geht es sowohl um die Verarbeitung als auch Verbreitung von Informationen. Wir üben uns in Perspektivwechsel, dekolonialem Zuhören und geben Raum für Unsicherheiten, Fallstricke und Austausch.


Anmeldung & Teilnahme:
Das Training ist zweiteilig und für den Besuch beider Veranstaltungen kann ein Teilnahmezertifikat ausgestellt werden. Eine Teilnahme an nur einem Vormittag ist ebenfalls möglich. Auch Kurzentschlossene sind willkommen. Bitte meldet Euch über das Anmeldeformular zur besseren Planbarkeit an.

Wann: Dienstag, 14. und 26. Januar 2027, 10-13 Uhr
Wo: Online über Zoom, den Zugang erhaltet ihr nach Anmeldung
Referent*innen 14. Januar: Maló Wawerda und Nele Sander, Konzeptwerk Neue Ökonomie

Referent*innen 26. Januar: Mascha Schädlich und Christoph Sanders, Konzeptwerk Neue Ökonomie
Kosten: Teilnahmebeitrag zwischen 10 – 60 Euro. Wir möchten allen Menschen die Teilnahme ermöglichen. Bitte prüft, welcher Betrag für Euch möglich ist.

Direkt zur Anmeldung

Die Veranstaltung findet mit Referent*innen des Konzeptwerks Neue Ökonomie statt.

Nele Sander (keine/sie) vernetzt und unterstützt momentan Kinder- und Jugendparlamente in Sachsen. Nele hat Erfahrung als ausgebildete Lehrperson und Workshop-Teamer*in in unterschiedlichen schulischen und anderen Lern-Umfeldern.

In Kooperation mit:

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Hofgeismar statt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem EPN Hessen statt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Zentrum Ökumene statt.

Anmeldung

Anmeldung Online Event

Allgemeine Infos Erd-Charta-Seminare:

*Die Erd-Charta ist ein ethischer Rahmen für nachhaltige Entwicklung. Das Dokument ist in einem weltweiten zivilgesellschaftlichen Prozess entstanden aus dem eine Bewegung hervorging, die vor allem die Interdependenz (gegenseitige Abhängigkeiten) weltweiter Probleme betont und eine Vision schafft für eine solidarische und friedliche Welt für alle. Die Weltdekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung der UNESCO zeichnete die Erd-Charta 2012 als strukturbildende Maßnahme aus. Sie bildet die Grundlage unserer Bildungsarbeit in Deutschland. Wir freuen uns auf Dich!

*Alle Termine gelten unter Vorbehalt. Wir behalten uns vor das Programm gegebenenfalls anzupassen. Informationen hierzu erhaltet ihr auf unserer Webseite bei den entsprechenden Veranstaltungen.