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Wessen Wissen zählt?   Machtkritische Methoden in der Bildungsarbeit

6. Mai um 10:00 | 21. Mai um 10:00

In der Bildungspraxis wird bestimmten Wissensformen mehr Legitimität zugeschrieben als anderen. Zahlreiche Lehr- und Lernmaterialien schreiben stereotype Bilder und kolonial-rassistische Denkmuster fort und bilden die Grundlage für Diskriminierung. Wissen ist deshalb nicht neutral. Es entsteht in historischen, politischen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen – und prägt, wie wir die Welt sehen, fühlen und gestalten. Doch wessen Wissen gilt als „wahr“? Wessen Perspektiven werden gehört – und wessen verdrängt? Im Transformativen Lernen ist es besonders wichtig, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen, marginalisierte Wissensformen ernst zu nehmen und Räume zu eröffnen, in denen Vielfalt nicht nur benannt, sondern methodisch verankert wird. Auf dieser Grundlage wollen wir Utopien entwickeln, die bestehende Wissenshierarchien durchbrechen.
In unserer zweiteiligen Online-Reihe möchten wir diesen Aspekten nachgehen. Sie verbindet kritische Reflexion mit der Vermittlung und praktischen Erprobung von Methoden für die eigene Bildungsarbeit. Die Veranstaltungen können einzeln oder zusammen besucht werden.

Erster Termin am Mittwoch, 6. Mai 2026 von 10 – 13 Uhr

Global gerechte BnE braucht Diskriminierungssensibilität!
Dieser interaktive Workshop eröffnet einen Raum, sich kritisch mit eigenen Denkmustern auseinanderzusetzen. Um gesellschaftliche Machtverhältnisse zu reflektieren, ist es wichtig, die eigene Haltung und Prägung in den Blick zu nehmen. Was empfinden wir als wahr? Welches Wissen hat uns geprägt? Die Dekonstruktion der eigenen Überzeugungen ermöglicht es uns, diskriminierungssensiblere Lernräume zu gestalten. Es geht um die Entwicklung einer Haltung, die sensibel mit Wissen und Macht umgeht. Wir verwenden dabei erfahrungsorientierte Methoden des Globalen Lernens, die Reflexionsräume eröffnen.

Zweiter Termin am Donnerstag, 21. Mai 2026 von 10 – 13 Uhr

Wie wollen wir gelebt haben? – Utopien in der Bildungsarbeit

Klimakrise, Kriege, Hoffnungslosigkeit und keine überzeugenden Vorschläge, wie wir da wieder rauskommen? Das wollen wir ändern! Ein Weiter wie bisher ist weder möglich noch wünschenswert. Wir brauchen gesellschaftliche Veränderung im großen Stil. Doch wie kann eine Zukunft konkret aussehen, in der Menschen in all ihrer Vielfalt weltweit wertgeschätzt werden und frei und selbstbestimmt leben können? Und in der gleichzeitig eine lebenswerte Umwelt erhalten wird? In diesem Workshop wollen wir zusammen Möglichkeiten, Widersprüche und Leerstellen unserer erträumten Utopien erforschen.

Direkt zur Anmeldung
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Anmeldung & Teilnahme:
Das Training ist zweiteilig und für den Besuch beider Veranstaltungen kann ein Teilnahmezertifikat ausgestellt werden. Eine Teilnahme an nur einem Abend ist ebenfalls möglich. Auch Kurzentschlossene sind willkommen. Bitte meldet Euch über das Anmeldeformular zur besseren Planbarkeit an.

Wann: Mittwoch 6. Mai & Donnerstag 21. Mai 2026, 10-13 Uhr
Wo: Online über Zoom, den Zugang erhaltet ihr nach Anmeldung
Referent*innen: Nora Peulen und Nele Sander, Konzeptwerk Neue Ökonomie
Kosten: Teilnahmebeitrag zwischen 10 – 60 Euro. Wir möchten allen Menschen die Teilnahme ermöglichen. Bitte prüft, welcher Betrag für Euch möglich ist.

Die Veranstaltung findet mit Referent*innen des Konzeptwerks Neue Ökonomie statt.

Nora Peulen (dey/sie) begleitet momentan eine einjährige Weiterbildung zu Bildung für nachhaltige Entwicklung in Krisenzeiten. Für dem sind kollektive erfahrungsbasierte Lern- und Reflexionsräume eine wichtige Stellschraube auf dem Weg hin zu einer gerechteren Welt.

Nele Sander (keine/sie) vernetzt und unterstützt momentan Kinder- und Jugendparlamente in Sachsen. Nele hat Erfahrung als ausgebildete Lehrperson und Workshop-Teamer*in in unterschiedlichen schulischen und anderen Lern-Umfeldern.

In Kooperation mit:

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Hofgeismar statt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem EPN Hessen statt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Zentrum Ökumene statt.

Anmeldung

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Allgemeine Infos Erd-Charta-Seminare:

*Die Erd-Charta ist ein ethischer Rahmen für nachhaltige Entwicklung. Das Dokument ist in einem weltweiten zivil-gesellschaftlichen Prozess entstanden aus dem eine Bewegung hervorging, die vor allem die Interdependenz (gegenseitige Abhängigkeiten) weltweiter Probleme betont und eine Vision schafft für eine solidarische und friedliche Welt für alle. Die Weltdekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung der UNESCO zeichnete die Erd-Charta 2012 als strukturbildende Maßnahme. Sie bildet die Grundlage unserer Bildungsarbeit in Deutschland. Das Seminar ist Teil unserer Erd-Charta-Botschafter*innen-Ausbildung, kann jedoch auch ohne Vorkenntnisse besucht werden. Wir freuen uns auf Dich!

*Alle Termine gelten unter Vorbehalt. Wir behalten uns vor das Programm gegebenenfalls anzupassen. Informationen hierzu erhaltet ihr auf unserer Webseite bei den entsprechenden Veranstaltungen.