Wir feiern Vielfalt, Zusammenhalt und eine gemeinsame Zukunft

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Auch in diesem Sommer wurde die Erd-Charta in Löhne und Warburg wieder ganz praktisch erlebbar: Wie schon im vergangenen Jahr kamen Menschen zu Festen zusammen, die von den lokalen Erd-Charta-Initiativen organisiert und getragen wurden und zeigten, wie vielfältig Erd-Charta-Arbeit vor Ort aussehen kann.

Kultur erleben, Zusammenhalt stärken und Natur schützen in Löhne

Am 5. Juli fand zum zweiten Mal das Erd-Charta-Sommerfest an der historischen Ulenburg statt. Gemeinsam mit der Stadt Löhne, regionalen Initiativen und vielen Einzelpersonen hatte die Löhner Erd-Charta-Gruppe ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Mehr als hundert Besucher*innen trotzen dem Regen und kamen zum Fest. Ganz im Sinne der Erd-Charta und unter dem Motto „Kultur erleben, Zusammenhalt stärken, Natur schützen“ konnten sie interkulturelle Musik, internationale Speisen, Informationsstände, Mitmachangebote für Kinder und verschiedene Vorträge erleben.

Für musikalische Vielfalt sorgten unter anderem Singer-Songwriter Cedde, Julian Adler, das Schlagzeug-Ensemble von Marco Knobel sowie das Duo Ortwin Evers & Pitty Klein. Ein kurdisches Musikensemble brachte weitere kulturelle Perspektiven auf die Bühne. Auch kulinarisch spiegelte das Fest mit Ulenburger Erdbeeren, Löhner Kuchenspezialitäten und anatolischen Speisen die Vielfalt der Beteiligten wider.

Besondere Einblicke boten zwei Beiträge mit ganz unterschiedlichen Perspektiven: Karin und Simon Marx berichteten von ihrer Fahrradweltreise durch 24 Länder und erzählten von Begegnungen und Erfahrungen rund um die Welt. Biologe und Erd-Charta-Projektkoordinator Denis Kupsch nahm die Besucher*innen anschließend mit in die „Schönheit und Zerbrechlichkeit der Kamerunischen Wälder“ und berichtete aus seiner Naturschutzarbeit in Südwestkamerun. Eine Führung durch den Schlosspark sowie Informationsstände regionaler Vereine und Initiativen ergänzten das Programm.

15 Jahre Erd-Charta-Stadt Warburg

Auch in Warburg stand die Erd-Charta am 5. Juli im Mittelpunkt einer besonderen Veranstaltung. Die Stadt feierte ihr 15-jähriges Bestehen als Erd-Charta-Stadt mit einer interkulturellen Gebetsfeier unter freiem Himmel in der Kuhlemühle.

Menschen verschiedener Religionen, Kulturen und Generationen kamen zusammen, um gemeinsam ein Zeichen für Frieden, Respekt und Verantwortung zu setzen. Vertreter*innen der Bahá’í-Gemeinde, der muslimischen Gemeinde, der syrisch-orthodoxen Kirche und der Warburger Ökumene brachten ihre Perspektiven ein. Musik, gemeinsame Lieder, persönliche Impulse und Gebete schufen einen Raum für Begegnung und gegenseitiges Zuhören. Die Mitwirkenden konnten die unterschiedlichen Traditionen erlebbar machen und gleichzeitig zeigen, dass sie vieles verbindet, wie die Achtung der Würde jedes Menschen, der Wunsch nach Frieden, gegenseitiger Respekt und die Verantwortung für unsere gemeinsame Erde. Auch beim gemeinsamen Mittagessen konnten Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen miteinander ins Gespräch kommen. Internationale Speisen und regionales Warburger Urtyp-Brot unterstrichen dabei den Gedanken von Gemeinschaft und Verbundenheit.

Im offiziellen Festakt im Rahmen der Veranstaltung wurde auf 15 Jahre Erd-Charta in Warburg zurückgeblickt. 2011 hatte der Rat der Hansestadt einstimmig beschlossen, Warburg zur Erd-Charta-Stadt zu machen. Heute lebt dieses Engagement vor allem durch die Schulen, Institutionen und Menschen weiter, die die Werte der Erd-Charta in ihrem Alltag und in ihrer Stadt mit Leben füllen.

Vielen Dank!

Beide Feste zeigen, dass die Erd-Charta nicht allein in ihren 16 Grundsätzen lebt, sondern auch dort, wo Menschen sich zusammentun, Begegnungen und Austausch ermöglichen, Verantwortung übernehmen und nach Wegen für ein gutes Zusammenleben in ihrer Kommune, aber auch in der gemeinsamen Einen Welt, suchen.

Unser Dank gilt allen, die die beiden Veranstaltungen organisiert, unterstützt und besucht haben!