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„Eine Zeit der Selbstzerstörung hinter uns lassen!“

Papst Franziskus´ Enzyklika

Papst mit Verweis auf die Erd-ChartaIn seiner Enzyklika „Laudato si – Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ macht Papst Franzikus klar und konkret auf die ethischen und spirituellen Wurzeln der ökologisch-sozialen Krise aufmerkam. Dabei folgt er explizit den Spuren des heiligen Franziskus von Assisi, dessen Namen der Papst für sich gewählt hat, da er ihm für die „Achtsamkeit gegenüber dem Schwachen und für eine froh und authentisch gelebte ganzheitliche Ökologie “ eine wesentliche Inspiration darstellt. „An ihm wird man gewahr, bis zu welchem Punkt die Sorge um die Natur, die Gerechtigkeit gegenüber den Armen, das Engagement für die Gesellschaft und der innere Friede untrennbar miteinander verbunden sind.“

Der hier zum Ausdruck kommende ganzheitliche, ethisch-spirituelle Blick auf die ökologische und soziale Krise, ihre Ursachen und Veränderungspotentiale, die klaren Stellungnahmen zu Zusammenhängen von Klimawandel, Ressourcenausbeutung, Kriegen, Privatisierung und individualisiertem Verhalten sind von einem Geist getragen, der an die Erd-Charta denken lässt. Tatsächlich bezieht sich Papst Franziskus in seiner Enzyklika auch auf die „wertvolle Herausforderung“ der Erd-Charta. So heißt es unter Punkt 207:

„Die Erd-Charta lud uns alle ein, eine Zeit der Selbstzerstörung hinter uns zu lassen und neu anzufangen, doch wir haben noch kein universales Bewusstsein entwickelt, das dies möglich macht. Deshalb wage ich, jene wertvolle Herausforderung erneut vorzubringen: 'Wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit fordert uns unser gemeinsames Schicksal dazu auf, einen neuen Anfang zu wagen […] Lasst uns unsere Zeit so gestalten, dass man sich an sie erinnern wird als eine Zeit, in der eine neue Ehrfurcht vor dem Leben erwachte, als eine Zeit, in der nachhaltige Entwicklung entschlossen auf den Weg gebracht wurde, als eine Zeit, in der das Streben nach Gerechtigkeit und Frieden neuen Auftrieb bekam, und als eine Zeit der freudigen Feier des Lebens.' “

Die Enzyklika berührt und ist wegweisend für ein neues Denken, Fühlen und Handeln. Sie kann dazu ermutigen, sich dem Wesentlichen zu stellen, dieser besonderen Situation Antworten zu geben, weise Alternativen zu entwickeln und eine neue Ethik der Menschlichkeit, Würde und Verbundenheit lebendig zu machen. Papst Franziskus betont, „dass die Verschlechterung der Umweltbedingungen und die Verschlechterung im menschlichen und ethischen Bereich eng miteinander verbunden sind. Viele werden sagen, dass sie sich nicht bewusst sind, unmoralisch zu handeln, denn die ständige Ablenkung nimmt uns den Mut, der Wirklichkeit einer begrenzten und vergänglichen Welt ins Auge zu schauen.“ Visionen wie die Erd-Charta und diese päpstliche Enzyklika sind ein wichtiger Schritt der Menschheit zu einer neuen Achtung gegenüber dem Heiligen und Grundlegendem des Lebens.

Lesen Sie selbst die Enzyklika unter:
http://w2.vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html

Internationale Reaktionen
in Englisch auf der Website von Erd-Charta international

 

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