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Dezember 2013

Suffizienz - Der Schlüssel zu mehr Lebensglück und Umweltschutz?!

"Simpler geht’s wirklich nicht: einfach jene Dinge weglassen, die ökologisch nicht verantwortbar sind, ohnehin kaum Glück stiften, Zeit in Anspruch nehmen, Platz beanspruchen und überdies noch Geld kosten. Suffizienz als Kunst der Reduktion ist unschlagbar günstig" (Niko Paech)


Der Begriff Suffizienz (von lat. sufficere: ausreichen) steht für Entschleunigung, Entflechtung, Entkommerzialisierung und Entrümpelung, für das Bemühen um einen möglichst geringen Rohstoff- und Energieverbrauch. Manfred Linz, Vorreiter der Suffizinzdiskussion in Deutschland, beschreibt sie als die Frage nach dem rechten Maß und definiert die Öko-Suffizienz als "Lebens- und Wirtschaftsweise, die dem übermäßigen Verbrauch von Gütern und damit Stoffen und Energie ein Ende setzt."

In der Praxis leben immer mehr Menschen suffizient. Sie befreien sich vom materiellen Ballast und ignorieren das Wachstumsdogma: In Reparaturcafés, Genossenschaften, Verleihläden und Tauschbörsen leben sie vor, warum ein genügsames und an den wahren Bedürfnissen orientiertes Leben glücklicher macht und die natürlichen Ressourcen schont. Noch ist die Kultur des „Weniger ist mehr“ aber nicht im gesellschaftlichen Mainstream angekommen. Appelle ans Maßhalten gelten als geschäftsschädigend und sind unpopulär beim Wähler. Deshalb setzt die Politik lieber auf umweltfreundliche Technologien und Energieeffizienz statt auf Suffizienz. – Die Neudefinition der Komfortzone weist den Weg in eine Gesellschaft, die aus Mäßigung Genuss schöpft und das Wachstumsparadigma gegen die Bewahrung der Natur eintauscht.

Für eine intensiver Beschäftigung mit dem Thema Suffizienz empfehlen wir folgende Publikationen:

 

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