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Nachgefragt

Wie ist das Verhältnis der ErdCharta zu den SDGs (Sustainable Development Goals)?

Die Erd-Charta ist viel, viel früher formuliert worden und zwar wirklich mit der ursprünglichen Idee der engagierten Brundtland-Nachhaltigkeitsgruppe der UN in den 1980er Jahren, eine Grundlage darzustellen für eine Charta der Erde für die gesamten Vereinten Nationen (quasi mit Blick auf eine spätere Weltverfassung). Also viel  weiter gehender als ein aktuelles politisches Umsetzungspapier, wie sie die SDG (und davor die Millenium Development Goals, oder einzelne Politfelder wie die Klimaprotokolle...) darstellen.

Viele Menschen aus der internationalen Erd-Charta Bewegung waren bei den Beratungen um die SDGs dabei. Insbedondere bei dem Bildungsziel der SDGs ist es spürbar: dieses atmet die Erd-Charta Sprache. Das hängt auch damit zusammen, dass vor allem im internationalen BNE-Bereich viele visionäre Nachhaltigkeits-MultiplikatorInnen mit der Erd-Charta vertraut sind. Die Erd-Charta war auch direkt Grundlagenpapier für die Diskussionen um die Bildungsziele und die Bildungsumsetzung der SDG (in diesem Zusammenhang entstand auch das visionäre Ahmedabad-Papier).

Die Erd-Charta ist einfach das grundlegendere, weiter gehendere, visionäre und ermutigende Papier. Einfach wirklich ein bisschen wie das Verhältnis zwischen Menschenrechtserklärung und der einzelnen Gesetzgebung der Staaten.

Einzelne Ziele sind daher in den SDG "vernünftig" formuliert. Aber die Grundwidersprüche muss bleiben.

Weilere Informationen:

  • Es braucht einen Paradigmenwechsel. Die Erd-Charta hilft. aus initiativ 147
  • International Conference Education as a Driver for Sustainable Development Goals (deutsch)
    Die SDGs sind eine große Herausforderung für alle Menschen. Umgesetzt werden können sie nur durch umfangreiche Bildungsmaßnahmen über das spezielle Ziel Bildung hinaus, alle SDGs erfordern ein Umdenken der Menschen, besonders einen neuen nachhaltigen Lebensstil.
    Im Januar 2016 haben sich 750 Bildungsexperten aus aller Welt mit den SDGs und deren Herausforderungen für Bildung beschäftigt.
    Die einzelnen SDGs vom Konsum, der Gleichstellung der Geschlechter, der Gesundheitsförderung, der Mobilität, Klimaschutz, Biodiversität und weitere Bereiche, bieten neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit über Themen- und Bildungsbereiche hinaus, zeigen neue Allianzen und Verbindungen auf, die insgesamt der Bildung für nachhaltige Entwicklung neue Möglichkeiten und Zugänge eröffnen.
    Die Konferenz hat in einem offenen Prozess den „Ahmedabad plan of action“ formuliert.
    Stephanie Weller, Stefan Rostock, (Germanwatch) und Reiner Mathar haben den auf der Konferenz entwickelten und abgestimmten Aktionsplan ins Deutsche übersetzt. Die vorliegende Fassung ist mit den Veranstaltern abgestimmt.
    Weitere Informationen zur Konferenz auf englisch hier.

 

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